Stellungnahme zur „Siedlungserweiterung Amorbach“

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Hertwig, sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Dr. Mösel, sehr geehrter Herr Heer, werte Anwesende.

Neckarsulm hat nur noch sehr begrenzte Chancen, neue Wohnbauflächen auszuweisen. Deshalb war die Gelegenheit, in Amorbach das Gelände des Biohofs auf Oedheimer Gemarkung für eine Siedlungserweiterung zu gewinnen, eine große Chance. Die Verwaltung hat diese Möglichkeit gut erkannt und schnell gehandelt, das verdient ausdrücklich Anerkennung.

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Der Dahenfelder Ortschaftsrat wurde erst nach Abschluss der ersten Verhandlungen zum dort abgesprochenen Gemarkungstausch informiert. Das hat im Ortschaftsrat großen Unmut ausgelöst. Aus Sicht dieses örtlichen Gremiums hätte man frühzeitig darüber beraten sollen, ob ein Markungstausch unter Einbeziehung Dahenfelder Flächen in diesem Umfang überhaupt notwendig war. Bis heute wird dieser Vertragsbestandteil dort kritisch gesehen.

Positiv hervorheben möchte ich ausdrücklich, dass Herr Oberbürgermeister Hertwig und Herr Heer im Nachgang persönlich in den Ortschaftsrat gekommen sind, um die Beweggründe zu erläutern. Das war wichtig und richtig.

Noch besser wäre es gewesen, die Ortschaftsräte früher einzubinden, auch als Zeichen der Wertschätzung gegenüber einem Gremium, das gemeinsam mit dem Ortsvorsteher vieles geräuschlos, konstruktiv und effektiv regelt und viel für eine intakte Dorfgemeinschaft leistet.

Für die weitere Planung bitten wir darum, ein Wohngebiet zu entwickeln, das nicht auf maximale Verdichtung setzt, sondern auf eine gute Balance zwischen Bebauung und Aufenthaltsqualität – ein Quartier, in dem sich Menschen wohlfühlen, Nachbarschaft entstehen kann und hohe Lebensqualität dauerhaft gesichert wird.

Die Freien Wähler stimmen der Beschlussvorlage zu.

Benno Baum 30.04.26

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